Verkehrs- & Raumplanung

Das Thema Umweltzerstörung und Ökologie ist in aller Munde. Kein Tag vergeht, an dem die Medien nicht über Luftverschmutzung, Erdrutsche oder Artensterben berichten.

Diese Flut an apokalyptischen Negativmeldungen ist erdrückend. Ich hoffe nicht, dass wir deswegen den Kopf in den Sand stecken und in einer fatalistische Bewegungsstarre verharren. Zwischen Ökofundi und Raser gibt es viele Schattierungen. Obwohl ich den Einfluss der Schweiz, die globale Erwärmung zu stoppen, als sehr gering einschätze, können wir dennoch eine aktive Rolle im Kampf gegen die Umweltzerstörung spielen. Die Schweiz kann im Bereich der Ökologie als Vorbild an forderster Front den Weg für eine nachhaltigen und schonungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen beschreiten. Das Wohle aller steht vor dem Wohle jedes einzelnen.

Raumplanung
Jede Sekunde wird in der Schweiz 1 m2 Land verbaut. Mehr als 75% aller Menschen in diesem Land leben in einer Stadt oder in der Agglomeration. Die Schweiz ist urban geworden. Die Agglomerationen, Einzelstädte und Dörfer wachsen zu einem dichten Netz zusammen. Städte wie Zürich, Basel, Genf, und dem Tessin sind zu Metropolregionen herangewachsen.

Wer Land träumt, baut keine gute Stadt.
Landwirtschaftszonen werden zu Bauland umgezont. Geschützte Gärten in den Städten werden aus dem Invertar entlassen. Freie Landstriche werden immer mehr zugebaut. Wer jetzt auf dem sogenannten Land wohnt, lebt eigentlich schon lange in der Stadt. Ein Aggloteppich erstreckt sich von Zürich bis nach Genf.

Wir müssen zu unserem Boden Sorge tragen und den uns zur Verfügung stehenden Raum besser und nachhaltiger nutzen. Wir müssen qualitativ bauen und an geeigneten Orten verdichten, damit unser Grünraum nicht ganz verschwindet. Der enge Kantönligeist muss endlich überregionalen Planungsteams Platz machen und es muss eine breite Debatte stattfinden, in welcher Schweiz wir morgen leben wollen.